Eine Eigenschaft, die man als Pendler braucht ist Geduld. Ohne Geduld und gute Nerven geht es augenscheinlich nicht.
Leider will der ÖPNV nicht immer so wie ich will. Gestern wollte ich zum Beispiel nach der letzten Vorlesung mit der 58 zu meiner Paderborner Wohnung. Blöd nur, dass die Linie nur zwischen 10 und 14 Uhr alle halbe Stunde fährt und davor und danach nur jede Stunde. So kam es dann also, dass ich eine geschlagene halbe Stunde in der Kälte saß.
Danach musste ich in aller Eile sämtliche Sachen aus meiner Wohnung in die meines Bruders schaffen, weil meine Vormieterin Donnerstag endlich die Wohnung offiziell übergeben darf. Und wenn alles gut geht, kriege ich sie dann Samstag.
Kurz den Schlüssel übergeben und dann musste ich irgendwie zum Bahnhof kommen. Wie mir meine Vormieterin erklärte, sei es völlig egal, ob ich zu Fuß zum Bahnhof gehe oder zur nächsten Bushaltestelle gehen würde, von der eine Linie Richtung Bahnhof fahre. Vom Weg her würde es sich nicht viel tun.
Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass der Zug nach Herford ohnehin in fünf Minuten fahren würde und so beschloss ich, dass es völlig gleichgültig ist, was ich tue. So ging ich dann also das erste Mal zu Fuß durch Paderborn.
Etwa zehn Minuten nachdem mein Zug weg war, traf ich am Bahnhof ein. Angesichts der Tatsache, dass mir nun noch etwa fünfzig Minuten zur nächsten Bahn bleiben würden, beschloss ich zumindest etwas Zeit in dem FastFood-Restaurant zu verbringen. Das bescherte mir ein wahres Highlight: Frische Pommes bei Mäcces. Ich glaube so etwas habe ich noch nie gegessen.
Heute morgen ging es dann fast nahtlos weiter. Eine Viertelstunde warten am Herforder Bahnhof, weil ich einfach viel zu früh da war. Die Menschen auf Gleis 4 hatten mein volles Mitgefühl: "Der ICE XYZ nach Leipzig trifft wegen irgendwas vorraussichtlich fünfzig Minuten später ein."
Der Zug nach Paderborn war einfach nur ätzend voll und letztlich kamen wir mit fünf Minuten Verspätung an. Nicht so tragisch, möchte man meinen. Aber natürlich war der Bus der Uni-Linie schon weg und auch die 9 war so voll, dass die Türen beinahe nicht mehr zugingen. Aber ich habe ja Geduld und nur zehn Minuten später sollte das nächste Mal die Uni-Linie fahren. War leider genau das gleiche. Gut, widerum ein paar Minuten später fuhr noch die 4. Fix auf den Fahrplan und festgestellt, dass auch die an der Uni vorbeifährt.
In der 4 war es dann für Paderborner Verhältnisse sogar noch recht leer. Ich habe sogar Platz auf einem der Notsitze gefunden. Aber das Kleinkind, das die ganzen zehn Minuten konsequent durchgeplärrt hat, war etwas anstrengend.
Um 9:20 Uhr kam ich dann an der Uni an und erinnerte mich: 'Oh, Mist. Du hast ja Mathe.' Also mit der Hälfte des Busses gen AudiMax gelatscht und meine Befürchtungen wurden erneut wahr: Alle Plätze mit Sicht auf den Dozenten waren leider weg. Kurz drüber nachgedacht sich hinter der letzten Sitzreihe auf den Boden zu setzen und dem Hörspiel zu lauschen, aber dann festgestellt, dass es auch dort schon ziemlich voll ist. Dem Dozenten einen Moment lang gelauscht. 'Ah, ok. Er lässt sich wieder über die Nachwirkungen von Partys aus.'
Dann habe ich wohl das einzig Richtige in diesem Moment getan: Ich habe das AudiMax wieder verlassen und bin erstmal in die Cafeteria gegangen. Käsebrötchen und Kaffee. Allemal besser als Logik und Kurvendiskussionen.
Und jetzt sitze ich etwa zehn Meter Luftlinie von der Mathe-Vorlesung entfernt und ärgere mich darüber, dass ich nicht einfach zwei Stunden später aufgestanden bin.
night shadow - 29. Okt, 10:26
Gibt es etwas Schlimmeres, als eine Wohnung mit Dilettanten zu streichen, die noch weniger Ahnung haben, als man selber?
Ja, vielleicht ist es noch schlimmer festzustellen, dass es gut war, die Woche über nicht genauer hinzusehen. Denn so entging mir der Schimmel im Kühlschrank und an dem Duschvorhang. Und auch der ganze andere Dreck in der Wohnung.
Ich freue mich schon wahnsinnig auf morgen. Zurück in die verdreckte Wohnung, mit den Farbklecksen auf dem Boden. Gut, dass die Wohnungsübergabe vermutlich erst Donnerstag ist, denn so habe ich noch genug Zeit, um den Dreck meiner Vormieterin wegzumachen.
Im Moment frage ich mich, ob ich mich über meine eigene Eile ärgern sollte. Hätte ich den offiziellen Wohnungsübergabetermin am 1.11 abgewartet, dann wäre mir viel Stress und unnötige Arbeit erspart geblieben.
Andererseits kann man das so pauschal ja auch nicht sagen. Die Bahn neigt momentan zu Verspätungen. Fünfzehn Minuten sind zwar eigentlich relativ unproblematisch, aber der Zeitplan ist doch recht eng gesteckt und so führen schon fünf Minuten Verspätung dazu, dass man den richtigen Bus nicht mehr erreichen kann und so zu spät zur Vorlesung kommt.
So bleibt das Leben also auch weiterhin spannend. Darüber hinaus habe ich mich gestern für die Prüfung in dem Modul BWL A angemeldet. Ob das eine weise Entscheidung war, weiß ich noch nicht. Immerhin habe ich noch keine einzige Vorlesung besucht und eigentlich passen mir die Vorlesungszeiten auch gar nicht in den Kram. Aber mal sehen, angeblich soll man da mit selbstständigem Lernen relativ gut zurecht kommen. Und zur Not kann ich mich auch wieder von der Prüfung abmelden.
night shadow - 26. Okt, 20:15
Wer hält das eigentlich aus? Vier Stunden Mathe am Tag. Zwei Stunden Vorlesung und zwei Stunden Tutorium.
In der Vorlesung war alles so wie immer: Überfüllter Hörsaal, das Kämpfen um einen Sitzplatz, das Gesabbel des Profs. Na ja, ok. Ein bisschen was war anders. Gestern war Schnüffelparty und so waren es etwa 150 weniger Studenten als üblich. Änderte aber nichts dran, dass nicht alle einen Sitzplatz bekamen.
Nach der Vorlesung war mein Agressionslevel bedenklich angestiegen. Nicht nur, dass irgendjemand in meiner unmittelbaren Umgebung ziemlich eklig nach Alkohol stank, nein, die Klappe halten konnten meine Nachbarn auch nicht. Ein bisschen Geflüstere ist ja durchaus noch im Rahmen, aber wenn man so laut redet, dass es auch drei Reihen weiter vorne noch zu hören ist, dann finde ich das schon ziemlich unverschämt.
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung trug nicht dazu bei, meine Laune zu steigern. "Suche das Gebäude J." Nach zwei oder drei Fehlschlägen stellte ich dann fest, dass ich einfach nur rechts hätte abbiegen müssen. Deprimierend.
Und dann das Mathe-Tutorium. Vor mir einer von der Sorte "Ich bin das übelste Mathe-Genie und Standart-Lösungen sind mir viel zu einfach". Ätzend. "Also ICH habe das Problem ja so und so und so gelöst." Ich war nach dem zweiten Wort schon ausgestiegen.
Ich glaube, ich könnte meine alte Abneigung gegen die Mathematik durchaus wieder aufleben lassen. Wobei das durchaus kontraproduktiv sein könnte. Und ein Semester geht schließlich ganz schnell rum oder?
Morgen dann das nächste Wochen-Highlight. Wohnung streichen. Und Groß-Reinemachen. Dabei hätte ich doch gerne mal wieder länger, als bis 8 Uhr geschlafen.
Aber natürlich gibt es auch gute Nachrichten: Ich musste meinen Heimweg heute nicht in überfüllten Bussen und Bahnen bestreiten, sondern konnte völlig entspannt bei meinem Bruder mitfahren.
Und der Router ist gekommen. Das heißt ab Montag gibt es - hoffentlich - auch in Paderborn Internet.
night shadow - 24. Okt, 20:36
Ja, es ist einiges schief gegangen.
Der Hausmeister wollte meiner Vormieterin die Wohnung nicht abnehmen, also konnte er sie mir auch nicht übergeben. Witzigerweise bin ich trotzdem mehr oder weniger eingezogen, allerdings ohne, dass es der Hausmeister weiß. Aber was will man machen? Schließlich waren all meine Sachen in Paderborn.
Dafür muss ich Samstag jetzt mit beim streichen helfen. Wird bestimmt lustig. Ich wollte schon immer mal eine Decke streichen.
Gestern war dann erst einmal Großputz angesagt in Küche und Bad. Wieso ekelt man sich vor dem Dreck (oder besser den eventuell vorhandenen Bakterien unverhältnismäßig mehr, als vor den eigenen?). Und Einkaufen. Es war ja absehbar, dass das nicht besonders toll wird, aber mit einem vollen Rucksack auf dem Rücken können sich zwanzig Minuten wirklich ziehen.
Über den Geräuschpegel brauchen wir gar nicht reden. Genau vor meinem Fenster wird momentan die Straße aufgerissen, wegen Kanalarbeiten. Morgens um 7:30 Uhr geht es los und gestern haben sie bis 18 Uhr noch gearbeitet.
Und dann der Kühlschrank: Der gibt etwa alle zehn Minuten einen relativ lauten und nervigen Brummton von sich, der etwa eine Minute lang durch den recht leeren Raum hallt. Und das ist vorallem nachts nervig. Nachdem ich den Kühlschrank dann gegen 00:30 wieder abgeschaltet hatte, konnte ich auch endlich schlafen.
Aber es gibt durchaus auch positives zu berichten: Die Kaffeemaschine samt Timer funktioniert und so konnte ich heute morgen direkt nach dem aufstehen die erste Tasse Kaffee trinken.
Das Mensaessen war heute sogar genießbar und ich habe den letzten Wackelpudding bekommen.
Die Seminare waren bisher durchaus interessant und alle mal ansprechender, als die Massenvorlesung Mathe.
Meinen BaFög-Antrag habe ich auch abgegeben, jetzt muss ich da nur noch ein paar Sachen nachreichen.
Und irgendwann die Woche muss ich mich mal auf die Suche nach dem Einwohnermeldeamt machen.
Für Grammatik-, Logik- oder Rechtschreibfehler übernehme ich keine Haftung, wollte euch nur fix über das Uni-Internet mal fix an meinem furchtbar interessantem Leben teil haben lassen. ;)
night shadow - 21. Okt, 15:26
Ab morgen verschlägt es mich dann erst mal in meine noch internetlose Wohnung in Paderborn. Ihr habt also wenigstens bis Freitag Frieden vor mir. ;)
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit. Und sollte doch mal Not am Mann (oder an der Frau ;)) sein, dann wisst ihr ja, wie man mich erreicht.
night shadow - 19. Okt, 20:19
Bekannte Gesichter scheint es überall zu geben.
Es fing direkt am Herforder Bahnhof an. Da saß ein Mädel aus meinem (ehemaligem) Deutsch-LK. Nach der Feststellung, dass sie BWL studiert und ebenfalls zu Mathe I muss, hatte ich direkt den Menschen gefunden, der mich zum Hörsaal geleiten sollte.
Zuvor galt es jedoch einige Hindernisse zu überwinden. Es begann damit, dass der Zug bereits vor der Ankunft in Herford "fünf bis zehn Minuten" Verspätung hatte. Aus ungeklärten Gründen standen wir dann noch "wenige Minuten" in Lage (oder war es doch Detmold?) und so kam es, dass der geplante Bus am Paderborner Bahnhof schon weg war.
Und plötzlich wurde es voll an der Bushaltestelle. Es schien so, als hätten mehrere Züge Verspätung gehabt. Dann kam der ersehnte Bus und - oh Wunder - es passten nicht alle hinein. Beim zweiten Versuch hatte ich dann mehr Glück. Wobei ich es fragwürdig finde, ob man von Glück sprechen kann, wenn man sich wie eine Sardine fühlt. Doch ich hatte trotzdem meinen Spaß. So sinnierte ich darüber, dass man wenigstens nicht friert und das man in den Kurven auch nicht umfallen kann. Und wenn doch würde das einen Dominoeffekt auslösen, was bestimmt sehr witzig wäre. Darüber hinaus versuchte ich die Menschen, die an den folgenden Bushaltestellen einsteigen wollten durch böses Anstarren davon zu überzeugen, dass sie nicht in diesen Bus einsteigen wollen. Leider war es nicht von Erfolg gekrönt und so staunte ich an jeder Haltestelle erneut, wie viele Menschen doch in so einen Bus passen.
Doch damit war der Spaß nicht zu Ende. Nachdem wir förmlich aus dem Bus gepurzelt waren, ging es in Richtung AudiMax. Eigentlich wollte ich Mathe ja völlig vorurteilslos begegnen, aber was kann man von einer Vorlesung erwarten, in der gefühlte tausend Menschen anwesend sind und in der nicht nur die Sitzplätze, sondern auch alle anderen Plätze, von denen aus man den Dozenten sehen kann, belegt sind?
Außerdem war der Dozent genau die Sorte Mensch, die ich eigentlich nicht leiden kann. Immer dieses erzwungen lustige, aber dann im nächsten Moment wieder die Moralkeule herausholen.
Die Gewissheit, dass es völlig gereicht hätte Freitag das erste Mal zur Mathe-Vorlesung zu gehen, trug nicht dazu bei meinen Morgen schöner zu machen.
Das Seminar "Einführung in HTML und JavaScript" war schon irgendwie besser. Viiiiiiel weniger Menschen und ein Dozent, der mich an meinen alten Info- und Mathelehrer erinnert. Redet seeeehr laaaangsaaaam und hat scheinbar die Angewohnheit mitten im Satz einfach mal eine Minute zu pausieren, vielleicht um neue Kraft zu sammeln, und dann weiterzusprechen, ganz so als hätte es keine Unterbrechung gegeben.
Ein zusätzlicher Bonus war, dass ein bekanntes und zudem noch sympathisches Gesicht mit in dem Seminar saß.
Mit diesem Menschen ging ich dann auch in die Mensa. Es war nicht so voll wie erwartet. Dafür war das Essen schlimmer als gedacht. Vielleicht sollte ich auch einfach davon Abstand nehmen, wegen der Einfachheit immer das Vegetarische Menü zu nehmen.
Nach dem Essen kam dann der Höhepunkt des Tages: "Eine Einführung in die kognitions-psychologische Forschung - am Beispiel des Flash-Lag-Effektes".
Eigentlich schoss der Dozent einen Vogel nach dem anderen ab. Zunächst war er der festen Überzeugung, dass die Medienwissenschaftler bei ihm völlig fehl am Platz wären, bis er sich anhand von Modulhandbüchern und Vorlesungsverzeichnissen eines Besseren (?) belehren ließ.
Dann erklärte er fröhlich lächelnd, dass alle Texte, die er behandeln würde, mit Ausnahme des heutigen Tages, ausnahmslos auf Englisch seien.
Und dann teilte er zwei Texte aus, die wir lesen sollten. Und als ich auch nach dem dritten Mal Lesen noch nicht sherausgefunden hatte, was mir die Autoren mitteilen wolltn, gab ich es auf und lauschte der Diskussion der Kursteilnehmer und dachte nebenher darüber nach, wie das wohl erst mit englischen Texten werden sollte.
Und als der gute Mann dann auch noch erklärte, dass er jede Woche Hausaufgaben aufgeben und einsammeln würde, da fällte ich dann den Entschluss auf dieses Seminar zu verzichten.
night shadow - 15. Okt, 20:10
Die Tage bleiben spannend.
Irgendwie wunderte es mich schon, dass der Bus so früh kam. Und auch die Aufschrift machte mich stutzig. Aber da vor mir eine Horde Studenten einstieg, dachte ich mir nichts weiter dabei. Und der Bus war - wie üblich bei der Uni-Linie - übervoll.
Aber spätestens, als der Bus plötzlich an Haltestellen anhielt, die mir die zwei Tage vorher noch nicht untergekommen waren, wurde mir klar, dass ich, wenn schon nicht im falschen, dann aber auch nicht im richtigen Bus saß. Dazu sei angemerkt, dass es zwei Haltestellen in unmittelbarer Uni-Nähe gibt: Uni/Südring und Uni/Schöne Aussicht.
Daraus, dass ich also nicht im Bus saß, der zum Südring fuhr, aber trotzdem eine Horde Studenten mit mir im Bus saß, schloss ich messerscharf, dass ich wohl an der Schönen Aussicht landen würde.
Und tatsächlich, dort ließ ich mich dann von der Studentenmasse aus dem Bus spülen. Und da ich keine Ahnung hatte, wo ich war und wo ich hin musste, kam meine altbewährte Taktik wieder zur Anwendung: Folge der Masse. Das erwies sich erneut als richtig, denn auch wenn immer wieder Kleingruppen abbröckelten, so erreichte ich doch im Strom der Studenten letztlich den Haupteingang, von dem aus ich mich wieder zurecht fand.
Das Seminar "Einführung in die Mediensoziologie" verlief im Großen und Ganzen recht unspektakulär. Der Typ neben mir, der ständig die Nase hochzog war nervig, die Dozentin war extrem witzig, schade, dass das ihre erste und einzige Stunde mit uns war, da sie aus krankheitlichen Gründen das Seminar von ihren Mitarbeitern leiten lassen muss.
Nach 45 Minuten war der Spaß dann vorbei und an der Bushaltestelle angekommen, musste ich mit ansehen, wie der Bus Richtung Bahnhof vor meiner Nase abfuhr. Bitter. Denn während die Busse etwa alle zwanzig Minuten fahren, fährt der Zug Richtung Herford nur einmal in der Stunde.
So kam es dann also, dass ich die Gelegenheit bekam mir den Paderborner Hauptbahnhof ausführlicher anzuschauen. Nicht besonders spektakulär, wenn man mich fragt.
Und morgen geht der Spaß dann zwei Stunden eher los. Aber was gibt es tolleres, als um 6:30 Uhr aufzustehen, nur um 9 Uhr in die Mathe-Vorlesung zu gehen? Vermutlich morgens um 4:30 Uhr aufzustehen, um um 7 Uhr in der BWL-Vorlesung zu sitzen. Aber das habe ich mir ja für nächstes Semester auf. ;-)
night shadow - 14. Okt, 21:33
Für jeden Hering, den ich in Paderborn in den Boden treibe, wird in Herford einer hinaus gezogen. So scheint es mir zumindest. Die Zelte abbrechen. Wobei das natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Nur weil ich die Kaution überwiesen und den Mietvertrag weggeschickt habe, heißt das nicht, dass sich hier etwas ändert. Oder doch?
Die Erkenntnis, dass die Tage in Herford zuende gehen festigt sich mehr und mehr. Wobei auch das nicht den Kern trifft. Natürlich wird es Wochenendbesuche geben. Natürlich werde ich versuchen die Freundschaften aufrecht zu halten.
Und doch, es ist ein merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass ich bereits in einer Woche schon in meiner neuen Wohnung sitzen werde. Siebzig Kilometer entfernt von der Stadt, in der ich die ersten zwanzig Jahre meines Lebens verbracht habe. Siebzig Kilometer (oder noch mehr) entfernt von all den Menschen, die mir etwas bedeuten.
Das Gewohnheitstier wagt den Neuanfang in einer fremden Stadt. Fernab von allem Vertrautem. Aber wer wird gleich den Kopf in den Sand stecken? Schließlich habe ich einen Helden und einen Bären, deren Vorbilder mir zeigen, dass das alles vermutlich gar nicht so schlimm ist.
night shadow - 13. Okt, 16:11